Dienstag, 8. August 2017

Mass Effect: Andromeda - Singleplayer-Review (PS4)


Story:

Im Jahr 2185 beginnt die Andromeda Initiative eine historische Reise. Das Projekt, an dem die einflussreichsten Spezies der Milchstraße teilnehmen, hat sich das Ziel gesetzt, den 2,5 Mio. Lichtjahre entfernten Andromedanebel zu bereisen, zu erforschen und zu besiedeln. Die Initiative schickt vier Archen nach Andromeda, wovon jede eine Spezies beherbergt. An Bord jeder Arche befinden sich je 20.000 Kolonisten, darunter ein sogenannter Pathfinder. Die Aufgabe des Pathfinders besteht darin, die Erkundung des Andromedanebels voranzutreiben und neue Welten zu erschließen, damit die Initiative auf ihnen Außenposten errichten kann. Jeder Pathfinder bekommt zur Unterstützung ein Implantat, welches dem Träger ermöglicht, mit der künstlichen Intelligenz SAM (Simulierte Adaptive Matrix) zu kommunizieren, die einen Pathfinder bei seiner Arbeit unterstützen soll. Im Falle der Menschheit übernimmt Alec Ryder die Aufgabe des Pathfinders. Gemeinsam mit seinen Kindern, den Zwillingen Sarah und Scott, macht sich die Familie auf die Reise in die fremde Galaxie. Nach einer über 600 Jahre währenden Reise im Kryoschlaf durch die Weiten des Universums, erreichen schließlich die Kolonisten ihr Ziel. Doch obwohl sie gerade erst in Andromeda angekommen sind, stecken die Siedler aus der Milchstraße schon in großen Schwierigkeiten. Der Kontakt unter den Archen kann nicht aufgebaut werden und das Heleus-Cluster, eine Region im Andromedanebel wo die Kolonialisierung beginnen soll, wird von einer mysteriösen Substanz namens „Geißel“ heimgesucht. Der Kontakt mit dieser Substanz ist ungemein gefährlich, wie die Menschen auf ihrer Arche Hyperion bei ihrer Ankunft herausfinden. Die Arche wird beim Aufprall mit der Geißel stark beschädigt, wodurch viele Kolonisten im Kryoschlaf ihr Leben verlieren oder nicht aufgeweckt werden können.

Von diesem Schicksal ist auch die Familie Ryder betroffen, dessen ältestes Kind nicht richtig aufgeweckt werden kann und ins Koma fällt. Da sich die Arche in der Nähe von Habitat 7 befindet, einem Planeten, der auf Scans von der Milchstraße aus als ein lebensfreundlicher Planet eingestuft wurde, macht sich ein kleines Team auf den Weg zum Planeten um zu überprüfen, ob er wirklich lebensfähig ist. Doch alles wird nur noch schlimmer. Nicht nur entpuppt sich Habitat 7 als absolut lebensfeindlich für Menschen, auf dem Planeten wüstet auch eine unbekannte Alien-Spezies namens „Kett“ herum, welche beginnt, ohne Vorwarnung auf das Team zu schießen. Wie sich herausstellt untersuchen die Aliens Artefakte, die sich auf dem Planeten befinden, darunter eine riesige Struktur, welche von einer alten, weit fortgeschrittenen Zivilisation erbaut wurde und vorerst als „Relikte“ bezeichnet werden. Die Struktur beeinflusst das gesamte Wetter auf dem Planeten und erzeugt einen gewaltigen Sturm. Dieser hindert das Team, dem auch Alec Ryder und sein Kind angehören, die Flucht zurück zur Arche. Daher setzt sich die Truppe den Außerirdischen entgegen, nähert sich der Struktur und schaltet sie ab, wodurch sich der Sturm auflöst und das Team entkommen kann. Allerdings verliert Alec Ryder dabei sein Leben. Er opfert sich, um sein Kind zu retten, welches nun seine Aufgabe als Pathfinder übernimmt, Andromeda nach lebensfreundlichen Planeten zu untersuchen und die Geheimnisse hinter den Kett, der Geißel und den Relikten aufzuklären.
Erstmal vorweg finde ich es sehr interessant, dass beide potentiellen Charaktere in der Geschichte von Mass Effect: Andromeda ihren Platz haben. Wie Kenner der Reihe wissen, kann man sich zu Beginn aussuchen, ob man als Mann oder Frau spielen möchte. In der alten Mass Effect-Trilogie bedeutete dies, dass es immer nur einen Commander Shepard gibt. Shepard ist entweder ein Mann oder eine Frau, eine zweite Version gibt es nicht. Hier übernimmt man nun je nach gewählten Geschlecht die Rolle von Scott oder Sarah Ryder und während einer der beiden als Pathfinder das Heleus-Cluster erkundet, bleibt der andere im Koma, ist aber stets ein gewisser Teil der Geschichte. Dieser Umgang mit den spielbaren Charakteren gefällt mir besser als in den alten Teilen, da der Verzicht auf einen Shepard des anderen Geschlechts sich ein bisschen wie ein verlorener Charakter anfühlte. Daher gefällt mir es schon mal, dass die Entwickler sich für diese Entscheidung etwas einfallen lassen haben. Ansonsten hat mir die Geschichte aber auch so ziemlich gut gefallen. Die Entdeckung des Heleus-Clusters ist eine lange Reise, bei der viele Geheimnisse aufgedeckt werden, wovon mich einige sehr überrascht haben. Nach dem rasanten Start verliert die Geschichte zwar einiges an Spannung, fängt sich dann aber wieder und geht dann exzellent bis zum Schluss weiter. Schade ist nur, dass man auf so wenige neue Alien-Spezies trifft. Neben den Kett und den Relikten trifft man nur auf die „Angarer“, dessen Angehöriger Jaal sich später dem Spieler anschließt. Ein paar mehr interessante Spezies wären echt super gewesen. Immerhin werden die eingeführten Spezies umfangreich behandelt und haben eine ausführliche Hintergrundgeschichte.


Gameplay:

Wie in den vorherigen Teilen reist man in Mass Effect: Andromeda von einem Planeten zum nächsten um dort Quests anzunehmen und bei erfolgreichem Abschluss mit Erfahrungspunkten belohnt zu werden. Das Spiel orientiert sich dabei wieder etwas mehr am ersten Teil der Reihe. Anstatt also wie in den letzten beiden Mass Effect-Spielen eine Mission von seinem Raumschiff auszuwählen und diese dann direkt zu starten, führt Andromeda wieder offene Spielwelten ein. Man landet auf Planeten und kann diese frei erkunden. Dazu steht dem Spieler der Nomad zur Verfügung, ein schnelles und wendiges Gefährt, das in nahezu jedem Terrain zurechtkommt. Mit diesem fahrbaren Untersatz begibt man sich zu den Missionen. Wie von der Reihe gewohnt bestehen diese vor allem aus Ballereien aus der Third-Person-Perspektive. Damit diese ein bisschen mehr Geschwindigkeit und Dynamik bekommen, ist man mit einer Rüstung ausgestattet, an der ein Jetpack angebracht ist. Mit diesem kann man weiter springen, kurzzeitig in der Luft schweben und ein Boost auslösen, der den Spieler in hoher Geschwindigkeit nach vorne katapultiert. 

Ein kleines Highlight stellen die unterirdischen Bunker der Relikte dar. In ihnen liefert man sich einige spannende Gefechte gegen die Maschinen dieser untergegangenen Zivilisation und muss obendrein einige Rätsel lösen, um am Ende den Bunker zu reaktivieren und den Planeten lebensfähig zu machen, worauf ich später nochmal zurückkommen werde.
Verfeinert werden die Gefechte durch einige Rollenspielelemente. Auf diese trifft man vor allem im neuen Skill-Menü, dass nun weitaus mehr Freiheiten zulässt, als in der alten Trilogie. Dort musste man sich zu Beginn des Spiels bei der Charaktererstellung eine Klasse auswählen, die festgelegt hat, welche Waffen und Fähigkeiten man während des Spiels benutzen darf. Diese Klassen gibt es zwar auch wieder in Mass Effect: Andromeda, vergeben allerdings nur noch Boni, wie zum Beispiel die Verstärkung bestimmter Fähigkeiten, stärkere Schilde oder eine größere Gesundheitsleiste. Die Fähigkeiten selbst sind nun frei wählbar und lassen sich in einem Set bestehend aus drei Fähigkeiten und einer Klasse jederzeit beliebig kombinieren. Du hast in der bisherigen Mass Effect-Reihe immer nur als Soldat gespielt? Dann freu dich, denn nun kannst du nicht nur deine altbekannten Fähigkeiten wie den Betäubungsschuss einsetzen, sondern hast auch Zugriff auf die technischen und Biotik-Fähigkeiten. Darunter fallen unter anderem Drohnen oder Singularität. Mit gewonnenen Erfahrungspunkten kann man diese Skills wie gewohnt weiter verbessern.
Ein weiteres Feature, das aus dem ersten Mass Effect zurückkehrt, sind die anpassbaren Ausrüstungsgegenstände. Waffen und Rüstungssets sind nun nicht mehr nur frei auswählbar, man kann auch gewisse Teile austauschen und modifizieren. Das Menü wurde dabei sehr gut aufgeräumt und ist nun viel übersichtlicher gestaltet, sodass es einfacher ist, den gewünschten Teil einer Waffe auszutauschen. Das Modifizieren eines Ausrüstungsgegenstands ist jedoch nur möglich, sofern man den entsprechenden Gegenstand selbst hergestellt und nicht bei einem Händler gekauft hat. Um neue Gegenstände herzustellen braucht man zwei Dinge, Forschungspunkte und Materialien. Im Spielverlauf findet man immer wieder Objekte, die man scannen kann. Tut man dies bekommt man die benötigten Forschungspunkte, die man braucht, um Baupläne für die entsprechenden Ausrüstungsgegenstände zu ersteigern. Hat man diese werden nur noch die richtigen Ressourcen gebraucht, um mit der Produktion zu beginnen. Diese findet man in Hülle und Fülle auf den Planeten, wo man sie in bestimmten Gebieten mithilfe von speziellen Förderungsdrohnen ausgraben kann. Alternativ findet man sie auch oft an der Planetenoberfläche in Form kleiner Gesteinsformationen. Wenn man nun beginnt einen Gegenstand herzustellen, kann man diese mit Modifikationen ausstatten, die man auch entweder finden oder selbst erforschen kann. Die Anzahl der verwendbaren Mods hängt von den Slots ab, die ein Gegenstand hat. Pro Slot kann man eine Modifikation dem Gegenstand hinzufügen.
Abseits von den Einsätzen auf Planeten wird man einen guten Teil des Spiels auf dem Raumschiff des Pathfinders, der Tempest, verbringen. Das ist eine gute Gelegenheit mit seiner Crew zu sprechen, was mich zu der überarbeiteten Gesprächsfunktion führt. Wie in den Vorgängern sind Gespräche mit NPCs ein wichtiger Aspekt des Spiels, um die Story voranzutreiben, seine Kameraden besser kennenzulernen und um an zusätzliche Informationen zu kommen. Bei den Gesprächsoptionen konnte man dabei regelmäßig zwischen den zwei verschiedenen Haltungen “Paragon“ und “Renegade“ wählen. Wer sich für Paragon-Weg entschied wurde zum rechtschaffenden Helden, der sich für Frieden im All einsetzt, während der aggressive Renegade rücksichtlos seine eigenen Ziele in die Tat umsetzen wollte, egal ob mit Blutvergießen oder nicht. Die Entscheidung hat häufig den Verlauf der Geschichte beeinflusst und hat sich auch darauf ausgewirkt, was die eigene Crew von ihrem Commander hält. Dieses System wurde für Andromeda verworfen. Stattdessen stellt das Spiel nun vier unterschiedliche Antwortmöglichkeiten zur Verfügung, welche auf verschiedenen Gefühlslagen basieren. Je nachdem für welche Antwort man sich entscheidet, erhält man von seinem Gegenüber eine andere Reaktion. Diese hängt einerseits vom Charakter ab mit dem man spricht und wie er/sie die Antwort aufnimmt. Des Weiteren wird aus den Antworten ein psychologisches Profil erstellt, welches man sich jederzeit im Hauptmenü ansehen kann. Davon abgesehen gibt es auch wieder Entscheidungen, welche den Storyverlauf beeinflussen. Hier gibt es aber kein gut oder böse mehr, sondern nur noch Vor- und Nachteile, welche aus der getroffenen Entscheidung resultieren.
Zum Abschluss möchte ich noch auf ein paar Managing-Aspekte eingehen. Zum einen wären da die APEX-Missionen. Während des gesamten Spiels kann man NPC-Squads auf spezielle Missionen schicken. Schafft es das Squad diese zu erfüllen, winken dem Spieler Belohnungen wie z.B. Rohstoffe. Die APEX-Missionen nehmen nicht sonderlich viel Einfluss auf das Gameplay und kann man mehr als einen kleinen Nebenverdienst betrachten. Etwas wichtiger sind da schon die Andromeda Viability Points, kurz A.V.P. Diese Punkte verdient man vor allem dadurch, indem man die Planeten auf denen man landet lebensfähig macht, sodass man auf ihnen einen Außenposten errichten kann. Aus diesem Grund sollte man sich früher oder später die Bauten der Relikte ansehen, denn diese sind darauf ausgelegt genau das zu tun. Mit genug A.V.P. kann man mehr Leute aus dem Kryoschlaf holen, was im Umkehrschluss einige Vorteile für das Spiel freischaltet. Diese sind mitunter gar nicht mal so schlecht, da man unter anderem einen regelmäßigen Support mit Ressourcen, niedrigere Preise in Shops und höhere Verkaufspreise von Ausrüstungsgegenständen freischalten kann. Zudem bekommt man einen Außenposten, der neue Missionen und zusätzliche Shops und Labore zur Konstruktion von Ausrüstungsgegenständen freischaltet.
Zusammenfassend bringt Mass Effect: Andromeda einige Verbesserungen mit sich. Gerade das Skill- und Ausrüstungssystem, welches die besten Eigenschaften der Vorgänger kombiniert, lässt dem Spieler viele Freiheiten und ist eine wahre Bereicherung für das Gameplay. Das Jetpack bringt zudem etwas mehr Dynamik in die Gefechte und hat mich persönlich auch ein bisschen an Platinum Games Kultshooter Vanquish erinnert, wo ein intelligenter Kampfanzug dem Spieler einige coole Kombos ermöglichte. Ebenfalls gefällt mir die Gesprächsfunktion. In den alten Mass Effect-Spielen wollte ich immer als Paragon spielen, wodurch ich mich bei einigen Entscheidungen aber sehr dazu gezwungen gefühlt habe, eine bestimmte Option zu wählen. Dieses Problem wurde mit dem neuen System beseitigt. Doch auch nicht alles ist besser. So sind gerade am Anfang einige Missionen stinklangweilig. Es sind diese typischen Laufburschenaufträge, wo man eigentlich nur von einer Person zur nächsten rennt, mit ihr redet und so die Mission beendet. Sehe ich aus wie ‘ne Eule oder warum kommen die so oft vor? Obendrauf kommt noch die offene Spielwelt. Wenn man erstmal ein paar Upgrades für den Nomad gekauft hat ist es zwar eigentlich ganz lustig mit dem Ding durch die Gegend zu düsen, aber am Anfang ist die Karre so langsam, dass das Gameplay dadurch extrem an Tempo verliert und einfach langweilig wird. Mit zunehmenden Spielfortschritt verschwinden jedoch diese Probleme und Mass Effect: Andromeda zeigt sein ganzes Potential.


Technik:

Technisch ist Mass Effect: Andromeda leider ziemlich unausgereift. Es sind mir immer wieder Bugs untergekommen, die den Spielspaß massiv störten. Darunter fallen ein kompletter Ausfall des Tons, sich extrem in die Länge ziehende Ladezeiten und seit dem letzten Patch hat das Spiel Probleme die Umgebungen zu laden, sodass das Spiel für einen kurzen Zeitraum einfriert, bevor man weiterspielen kann. Nervig sind auch die Cutscenes, die man jedes Mal ansehen muss, wenn man auf einen Planeten landen will.

Grafisch hat mich das Spiel nicht aus den Socken gehauen, wobei es auch nicht wirklich schlecht aussieht. Mass Effect: Andormeda hat definitiv grafisch sehr schöne Umgebungen. Gerade die Dschungelwelt von Hazard und die Eiswüste auf Voeld sind mir positiv aufgefallen. Die Vertonung der Charaktere ist wieder sehr gut gelungen. Die Sprecher haben allesamt einen guten Job gemacht und von den schlechten Gesichtsanimationen, für die Mass Effect: Andromeda berühmt berüchtigt wurde, ist nicht mehr viel übrig. Die KI der NPCs ist im Großen und Ganzen gut gelungen. Mit dem Verhalten meiner Crew war ich eigentlich nie unzufrieden. Daher habe ich nie von der Funktion gebrauch gemacht, sie zu bestimmten Positionen zu beordern. Gegner hingegen haben einen leicht unterdurchschnittlichen IQ und tendieren manchmal dazu strategisch sehr unvorteilhaft zu agieren. In der Regel gibt es aber auch bei denen keine Probleme. Der Soundtrack hingegen ist mir nicht besonders im Kopf geblieben. Ein paar Melodien sind zwar sehr atmosphärisch, aber ein Lied, das mich sofort an das Spiel erinnert, gibt es nicht.

Fazit:

Mass Effect: Andromeda hat vor allem einen mühseligen Start. Am Anfang muss man sich mit vielen uninteressanten Aufgaben herumschlagen und auch die Story ist zunächst noch etwas unspektakulär. Mit der Zeit nimmt das Spiel jedoch an Fahrt auf, man wird mit mehr spannenden Missionen beauftragt und die Geschichte entwickelt sich ebenfalls gut. Zwar bleiben einige Schwächen wie die offenen Spielewelten, welche das Gameplay ziemlich abbremsen, etwas länger bestehen, doch irgendwann zieht das Spiel den Spieler in seinen Bann und lässt ihn bis zum Ende nicht mehr los. So wird das Spiel doch noch zu einer spaßigen Reise, die mit über 100 Stunden Spielzeit auch einiges zu bieten bereithält, auch wenn hier und da der Eindruck entsteht, dass den Entwicklern ein bisschen die Ideen ausgegangen sind.

Ich vergebe 8,5/10 Punkte an Mass Effect: Andromeda.

Donnerstag, 15. Juni 2017

E3 2017: Nintendo-Pressekonferenz - Zusammenfassung

Die E3 ist vorbei, doch eine Pressekonferenz ist noch übrig. Daher ist nun zum Abschluss meiner Zusammenfassungen der E3-Pressekonferenzen nun Nintendo an der Reihe.

Den Anfang machte Reggie Fils-Aimé, der Präsident von Nintendo of America. Er zeigte den ersten Trailer der Pressekonferenz zu Xenoblade Chronicles 2. Das JRPG wird noch dieses Jahr erscheinen.


Daraufhin gab es einen Trailer zu einem neuen Kirby-Spiel. In dem 2D-Jump ‚n‘ Run wird Kirbys eine neue Fähigkeit bekommen, die es ihm erlaubt, Feinde zu rekrutieren, welche ihn fortan begleiten. Ihre Fähigkeiten kann man dann einerseits im Kampf gegen Feinde einsetzen, man kann sie jedoch auch benutzen, um Kirbys Fähigkeiten zu verstärken, welche er erhält, wenn er Feinde auffrisst. Das neue Spiel heißt einfach nur Kirby und erscheint 2018.


Danach meldete sich Shinya Takahashi zu Wort. Er versprach, dass Nintendo zusammen mit ihren Third Party-Supportern noch diesen Sommer eine Menge Multiplayer-Spieler veröffentlichen möchte, auf die in der Präsentation aber nicht eingegangen wurden. Stattdessen wollte man einen ersten Eindruck von anderen Spielen vermitteln, die in Zukunft für die Switch erscheinen werden. Dafür übergab er zunächst an Tsunekazu Ishihara. Er bestätigte noch einmal, dass Pokémon Tekken ein Remake für die Switch bekommen wird, welches ähnlich wie schon bei Mario Kart 8, Pokémon Tekken Deluxe heißen wird. Der Inhalt des Spiels wird ein wenig erweitert, besipielsweise um neue Pokémon. Außerdem kündigte er an, das Game Freak damit begonnen hat, ein neues Pokémon-Rollenspiel für die Switch zu entwickeln.


Weiter ging es mit einigen Trailern. Der erste war allerdings mehr ein Teaser, dafür jedoch ein ziemlich besonderer, denn er kündigte Metroid Prime 4 für die Switch an. Mehr Infos gab der Teaser jedoch nicht bekannt.


Nintendo kündigte übrigens später auch ein Remake von Metroid II: Return of Samus für den Nintendo 3DS an. Das Spiel bekommt eine aufgebohrte 2,5D-Grafik und einige Gameplay-Optimierungen gegenüber dem Original. Metroid: Samus Returns, wie das Remake getauft wurde, erscheint am 15. September. Die Ankündigung war eigentlich nicht Teil der Pressekonferenz, dennoch fand ich, dass das Remake hier Erwähnung finden sollte, weshalb ich eine Ausnahme gemacht habe.


Der nächste Trailer kündigte ein neues Yoshi-Spiel an. Das 2,5D-Jump ‚n‘ Run wird mit den Perspektiven spielen, denn man wird sowohl mit dem Hintergrund als auch dem Vordergrund der Welt interagieren können. Das Spiel hat bisher nur einen provisorischen Titel, der ganz einfach Yoshi lautet. Es kann also gut sein, dass sich daran noch was ändern wird, wenn das Spiel 2018 für die Switch erscheint.


Im Anschluss kündigte Nintendo Fire Emblem: Warriors an. In dem Spiel ziehen die Kinder eines Königspaares los um einen Drachen zu töten, der bereits ihre Eltern auf dem Gewissen hat und weiterhin eine Gefahr für das Königreich darstellt. Unterstützt werden sie dabei von Charakteren aus alten Fire Emblem-Teilen. Das Spiel erscheint im Herbst 2017 für die Nintendo Switch.


Nach dem Trailer meldete sich Eiji Aonuma zu Wort. Er präsentierte die Inhalte der DLC-Pakete für The Legend of Zelda: Breath of the Wild. Das erste DLC-Packet, The Master Trials, beinhaltet einige neue Modi, wie Trial of the Sword und denn Hero’s Path Mode sowie neue Ausrüstungsgegenstände. Er erscheint am 30. Juni. Der zweite DLC wird The Champions‘ Ballad heißen und erscheint noch im Sommer 2017. Was der DLC beinhaltet wurde nicht ganz klar, aber er wird auf jeden Fall etwas mit den Champions aus dem Spiel zu tun haben. Weiterhin kündigte Aonuma an, dass die vier Champions Mipha, Daruk, Revali und Urbosa einen eigenen Amiboo erhalten werden.


Danach meldete sich Reggie Fils-Aimé erneut und zeigte noch einige letzte Trailer. Der erste Trailer galt Mario + Rabbids: Kingdom Battle, der aber mit keinen neuen Infos daherkam. Der nächste Trailer kündigte Rocket League für die Switch an. Das Spiel wird einige exklusive Inhalte für die Nintendo-Konsole beinhalten und Crossplatform-Play mit den Systemen unterstützen, für die Rocket League erschienen ist.

Der letzte Trailer der Show war ein neuer Trailer für Super Mario Odyssey. Der Trailer präsentierte einige neue Umgebungen und eine neue Fähigkeit von Marios Mütze. Wenn man diese auf einen Gegner wirft, kann man seinen Feind übernehmen und seine Fähigkeiten benutzen. Super Mario Odyssey erscheint am 27. Oktober für die Switch. Damit endete Nintendos Pressekonferenz.


Nintendos Pressekonferenz war ein kleines, feines Bündel. Es gab keine großen Ausrutscher und einige Überraschungen, wie zum Beispiel die Ankündigung von Metroid Prime 4. Allerdings war die Pressekonferenz auch ein wenig unspektakulär. Es war halt nur ein Video, das gestreamt wurde, während alle anderen großen Publisher eine richtige Präsentation hielten. Das ist zwar jetzt kein schlimmes Vergehen, aber eine richtige Präsentation macht schon ein bisschen mehr her. Nichtsdestotrotz war die Pressekonferenz in Ordnung.

E3 2017: Sony-Pressekonferenz - Zusammenfassung

Hallo werte Leser,

allmählich nähern wir uns dem Ende der Zusammenfassungen der E3-Pressekonferenzen 2017. Nun ist Sony an der Reihe.

Die Präsentation begann mit einer kleinen Musikeinlage inklusive Wassershow. Diese stimmte perfekt auf den ersten Trailer für Uncharted: The Lost Legacy ein. Der Trailer zeigte ein paar neue Umgebungen sowie den neuen Antagonisten, mit dem Chloe und Nadine sich herumschlagen müssen. Ansonsten wird das ursprünglich als DLC konzeptionierte Spiel wohl die übliche Uncharted-Kost bestehend aus Action, Rätseln und Klettterakrobatik zu bieten haben. Uncharted: The Lost Legacy wird am 22. August erscheinen.



Weiter ging es mit einem Trailer zum ersten DLC für Horizon: Zero Dawn. Dieser wurde auf den Namen The Frozen Wilds getauft und findet dementsprechend in einem Schneegebiet statt. Der DLC wird noch dieses Jahr erscheinen.



Im Anschluss gab es neues Bildmaterial zu bend Studios Zombiespiel Days Gone. Im Trailer war er auf seinem Motorrad, welches sich womöglich auch upgraden lässt, durch die offene Spielwelt unterwegs, um einen Kameraden aus den Fängen einer Banditengruppe zu befreien. Weiterhin sah man ein paar weitere Gameplay-Mechaniken. So verfügt der Protagonist scheinbar über eine Art sechsten Sinn, welcher ihm beim Spuren lesen behilflich ist. Darüber hinaus wurden ein paar der Stealth-Mechaniken vorgestellt. Man kann Fallen legen und sich im Gras vor Feinden verstecken. Auch C4-Sprengstoff gehört zum Repertoire des Hauptcharakters, was sich nicht nur dazu eignet Feinde in die Luft zu jagen, sondern auch um Zombies anzulocken, denn diese reagieren auf laute Geräusche. Der Trailer endete damit, dass der Protagonist seinen Kameraden finden konnte, nun aber einen mutierten Zombie-Bären gegenüberstehen. Solche Zombies werden dann wohl im fertigen Spiel die Rolle von Zwischen- oder Endbossen übernehmen.



Nach diesem ersten Trailerbündel betrat Shawn Layden erstmals die Bühne. Er versprach spannende Exklusivtitel und führte daraufhin gleich den ersten Trailer vor. Dieser zeigte erste Spielszenen aus dem neuen PS4-Monster Hunter-Titel, über den im Vorfeld bereits spekuliert wurde (mittlerweile wurde jedoch bekanntgegeben, dass das Spiel auch für Xbox One und den PC erscheinen wird). Das neue Monster Hunter, welches offiziell Monster Hunter World heißt, wird einige neue Features haben aber auch alte Konzepte weiterverwenden. So wird es weiterhin möglich sein auf ein Monster draufzuklettern und auch die Verfolgungsjagden kehren zurück. Neu ist ein integriertes Stealth-System. Im Trailer sah man einen Jäger, der sich vor anderen Monstern in hohen Gräsern versteckte und eine Art Ghillie-Anzug trug, um seinen Geruch zu verdecken. Zudem wird ein Jäger in Zukunft mit einem Enterhaken ausgerüstet sein. Dieser dient einerseits zum Erreichen neuer Areale, kann aber auch genutzt werden, um Angriffen auszuweichen. Weiterhin wird es eine Art Leuchtfeuer geben, dass ein Jäger abschießen kann, um andere Jäger zu seiner Position zu locken. Das wird vermutlich im Online-Coop-Modus nochmal wichtig. Monster Hunter World wird Anfang nächstes Jahr erscheinen.



Der nächste Trailer kam für mich sehr überraschend, denn Sonys Remake-Schmiede Bluepoint Games wird erneut ein Remake vom PS2-Klassiker Shadow of the Colossus produzieren. Dieses Mal aber nicht als simples HD-Remake, sondern mit einer komplett überarbeiteten Grafik. Der neue Look steht dem Spiel meiner Meinung nach ausgezeichnet und bin mal gespannt, was das Remake sonst noch so zu bieten haben wird, wenn es im kommenden Jahr erscheint.



Danach gab es einen Trailer zu Marvel vs. Capcom: Infinite. Der Trailer bestand aus einigen Cutscenes aus dem Singleplayer, in dem Ultron und Sigma mithilfe der Infinite-Steine miteinander verschmolzen sind und nun die Welt erobern wollen. Der sich nun selbst Ultron Sigma taufende Bösewicht wird von den Capcom- und Marvel-Helden herausgefordert, die versuchen, seinen Plan zu vereiteln. Das Beat ‘em Up wird am 10. September erscheinen, wer schon mal einen Vorgeschmack auf das Spiel haben will, kann sich ab sofort die Demo herunterladen.



Weiter ging es mit einem neuen Trailer zum Multiplayer von Call of Duty: WWII. Der neue Shooter aus dem Hause Sledgehammer Games wird am 03. November erscheinen.



Daraufhin zeigte Sony eine Reihe an Trailern für PlayStation VR. Den Anfang machte ein Trailer für The The Elder Scrolls V: Skyrim VR. Der zweite Titel erschien für ein VR-Titel sehr ungewöhnlich, denn allen Anschein nach wird Star Child ein 2,5D-Jump ‚n‘ Run.



Danach wurde mit The Inpatient ein neues Horror-VR-Spiel angekündigt. Für Final Fanatsy XV VR wurde der DLC Monster of the Deep angekündigt. Der Titel ist allerdings mehr eine Floskel, denn im Grunde ist der DLC nichts anderes als ein Fischfang-Simulator. Ein wenig interessanter war da schon der nächste Titel. Dieser nannte sich Bravo Team und könnte der erste Taktik-Shooter für VR-Systeme werden.



Der letzte Trailer aus Sonys VR-Segment zeigte das Spiel Moss, welches über einen interessanten Perspektivwechsel verfügt. Anstatt den Helden aus der Ego-Perspektive zu steuern, übernimmt man die Kontrolle über eine Art Schutzgeist, welcher einer kleiner Maus dabei hilft Rätsel zu bestehen. Eine interessante Idee, bei der ich mal gespannt bin, was am Ende dabei herauskommt.



Als nächstes kam Kratos an die Reihe, zusammen mit einem neuen Trailer für God of War. Dieser zeigte ein paar neue Waffen und offenbarte ein paar Details zur Story. Zudem wird man im Spiel wohl zwischenzeitlich auch mal die Kontrolle über seinen Sohn übernehmen. God of War wird Anfang 2018 erscheinen.



Im Anschluss folgte ein Trailer zu Detroit: Become Human. Dieser handelte von dem Androiden Markus, der sich selbst wie ein Sklave der Menschheit fühlt und daher sich selbst und alle anderen Androiden befreien möchte. Aus diesem Grund startet er eine Revolution und beginnt Läden zu überfallen, die Androiden zum Verkauf anbieten. Dabei wurden die unterschiedlichen Vorgehensweisen und ihre Folgen unterstrichen. Je nachdem ob man eher durchdacht und vorsichtig oder eher brachial vorgeht, beeinflusst man den restlichen Verlauf der Geschichte, sodass sich dutzende Storyverläufe bilden können.



Auf den Trailer von Detroit: Become Human folgte ein neuer Trailer zu Bungies Destiny 2. Der hatte aber nicht wirklich etwas Interessantes parat, da die Infos aus dem Trailer bereits bekannt waren. Für PS4-Besitzer sind höchstens die angekündigten Exklusiv-Maps, -Raids und -Gadgets interessant, die man am Ende des Trailers zu sehen bekam. Destiny 2 wird am 06. September für PlayStation 4 und Xbox One und zu einem späteren Zeitpunkt für den PC erscheinen.



Zum Abschluss kam nochmal Shawn Layden auf die Bühne und zeigte einen neuen Trailer zu Insomniacs Spider-Man-Spiel. Das Gameplay erinnerte sehr an die Batman-Spiele der jüngeren Vergangenheit. Spidey schleicht und kämpft ähnlich wie der Fledermausmann und hat ebenfalls einige Gadgets zur Verfügung. Allerdings bestach das Gameplay auch durch jede Menge Quicktime-Events. Als Antagonist wird Martin Li im Spiel vorkommen. Marvel’s Spider Man erscheint im kommenden Jahr. Damit endete Sonys Pressekonferenz.



Bei Sony hatte ich mir ein bisschen mehr versprochen. Das Unternehmen hat eigentlich eine Menge im Köcher, daher wirkte es so, als hätten sie sich mit einigen Projekten zurückgehalten. Da Sony mittlerweile ja auch ihre eigene separate Pressekonferenz abhält, die PlayStation Experience, kann es gut sein, dass man sich einige Überraschungen für diese Präsentation aufgehoben hat. Das würde die völlige Abstinenz von z.B. The Last of Us 2 erklären. Ansonsten war es aber eigentlich eine ganz solide Pressekonferenz.

Mittwoch, 14. Juni 2017

E3 2017: Ubisoft-Pressekonferenz - Zusammenfassung

Hallo werte Leser,

die E3-Pressekonferenzen sind zwar inzwischen vorbei, doch ein paar Pressekonferenzen habe ich noch nicht besprochen. Deswegen geht es jetzt mit der Ubisoft-Pressekonferenz weiter.

Am Anfang der Show kam Yves Guillemont auf die Bühne und bestätigte den Leak, welcher schon seit einiger Zeit die Runde macht. Ubisoft entwickelt in Zusammenarbeit mit Nintendo ein Spiel, dass die Welt der Rayman Raging Rabbids mit der Welt von Super Mario verbindet. Der Name wurde dabei gleich mit bestätigt, dass Projekt wird also Mario + Rabbids: Kingdom Battle heißen. Und damit Ubisoft dieses Kooperationsprojekt nicht alleine präsentieren muss, holte sich Guillemont einen ganz besonderen Gast auf die Bühne, nämlich niemand geringeren als Shigeru Miyamoto himself. Zusammen kündigten beide an, dass Mario + Rabbids: Kingdom Battle kein Platformer werden würde, sondern ein neuartiges Mario-Spiel. Die Details erklärte dann der Producer des Spiels, Xavier Manzanares. Mario + Rabbids: Kingdom Battle beschrieb er selbst als Turn-based Tactical Adventure. In dem Spiel sind die Rabbids in Pilz-Königreich gekommen, wissen aber nicht, wie sie wieder in ihre Welt zurückkommen sollen. Doch Mario wäre nicht Super Mario, wenn er nicht gleich seine Hilfe anbieten würde, um den Rabbids dabei zu helfen, einen Ausweg zu finden. Das Gameplay teilt das Spiel in zwei verschiedene Areas auf, die Exploration Area und die Battle Area. Die Exploration Area wird, wie der Name schon andeutet, frei erkundbar sein und verbindet die einzelnen Battle Areas miteinander. In den Battle Areas wird das Spiel interessant. Hier wechselt das Gameplay zu einem Rundenstrategiespiel mit Kämpfen, wie man sie zum Beispiel in der XCOM-Reihe vorfindet. Man befehligt nacheinander die Mitglieder seines Squads, positioniert sie taktisch klug und attackiert seine Feinde mit unterschiedlichen Blastern. Im Laufe der Zeit kann man über einen Skill-Tree neue Fähigkeiten freischalten, wodurch die Gefechte immer mehr Tiefe erlangen. Mario + Rabbids: Kingdom Battle wird am 29. August exklusiv für die Nintendo Switch erscheinen.



Im Anschluss folgte eine kurze Präsentation von Assassin’s Creed: Origins, die von Ashraf Ismail geführt wurde. Laut Ismail arbeiten die Entwickler wohl bereits seit Assassin’s Creed IV: Black Flag an diesem Spiel, welches am 27. Oktober erscheint. Mehr Infos rückte er aber nicht raus, allerdings wurde der Großteil ja auch schon auf der Microsoft-Pressekonferenz preisgegeben.

Daraufhin gab es einen CGI-Trailer zu The Crew 2 zu sehen. Das Hauptaugenmerk lag auf einen aufstrebenden Rennfahrer, der erfolgreich von einer Rennsportserie zur nächsten wechselt und allerlei Preise absahnt. Ein ähnliches Konzept ist dann wohl auch für das Spiel geplant. Dabei wird man aber nicht auf Autos und Motorräder begrenzt sein, auch Rennen mit Booten und Flugzeugen werden ihren Weg ins Spiel finden. Das Rennspiel erscheint Anfang 2018, die Anmeldung für die Closed Beta läuft bereits.



Danach folgte ein Trailer zu South Park: The Fractured But Whole, doch mehr Infos als den Release am 17. Oktober gab der Trailer nicht bekannt.



Ziemlich merkwürdig präsentierte sich Ubisofts nächster Titel Transference, der in Zusammenarbeit mit Spectrevision entsteht. Es wurde nicht ganz klar, in welche Richtung das Spiel gehen soll, fest steht jedoch, dass es ein VR-Titel wird.



Der nächste Titel kam von Ubisoft Singapore und wurde von Justin Farren präsentiert. Skull & Bones heißt ihr neues Projekt und wird in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts spielen, also im großen Piratenzeitalter. Das Spiel wird ein Multiplayer-Titel, bei der sich eine Gruppe von Spielern in Seeschlachten gegeneinander messen werden. Die Grundlage dafür boten die Seegefechte des vierten Assassin’s Creed-Teils. Vom Gameplay her erinnert das Ganze ein wenig an eine Art Team-Shooter mit Piratenschiffen. Es gibt verschiedene Schiffe mit verschiedenen Stärken und Schwächen, die auf unterschiedliche Distanzen agieren können. Ziel des Spiels ist es Schiffe zu versenken und dessen fallengelassenes Loot aufzusammeln. Dabei kann man natürlich auch Schiffe des gegnerischen Teams zerstören und ihnen so einen Teil ihrer Beute abnehmen. Dieses Katz-und-Maus-Spiel wird solange betrieben, bis eine Flotte Piratenjäger aufkreuzt. Diese läuten das Ende der Runde ein, denn die Burschen lassen sich nicht besiegen. Man kann nur versuchen vor ihnen zu fliehen und so viele Schätze wie möglich vor ihnen in Sicherheit zu bringen. Das Team, welches am Ende die meisten Schätze gesammelt hat, gewinnt die Runde. Skull & Bones erscheint im Herbst 2018, Interessierte können sich bereits für die Closed Beta anmelden.



Fancy ging es mit Just Dance 2018 weiter. Auf der Bühne wurde zu einigen Songs des Spiels gesungen und getanzt, bevor das Spiel für Oktober 2017 angekündigt wurde. Des Weiteren wurde South Park: Phone Destroyer für Smartphones angekündigt, allerdings wurden keine großartigen Infos, nicht mal ein Releasedatum, bekanntgegeben.

Ubisoft Toronto hatte als nächstes die Ehre ihr neues Spiel vorzustellen. Die Entwickler kamen mit Starlink: Battle for Atlas um die Ecke. In dem Weltraumshooter ist man Mitglied einer Truppe von Raumfahrern, dessen Aufgabe es ist, den Planeten Atlas vor der bösartigen Legion zu schützen. Die Besonderheit des Spiels findet sich im Fahrzeugbau wieder. Sein Raumschiff baut man sich aus richtigen Einzelteilen auf, die man individuell zusammenstecken kann. Das fertige Schiff wird dann ins Spiel übertragen und steht von nun an für Weltraumschlachten zur Verfügung. Die einzelnen Teile kann man jederzeit wechseln, denn die Veränderungen werden sofort ins Spiel übertragen. Starlink: Battle for Atlas erscheint im Herbst 2018.



Wieder auf der Erde angekommen übernahm Recbecka Coutaz die Präsentation und zeigte den ersten DLC Road To the Olympics für Ubisofts Wintersportspiel steep. Wie der Name schon sagt orientiert sich der DLC an den Olympischen Winterspielen, die Anfang 2018 in Pyeongchang, Südkorea stattfinden werden. Road To The Olympics erscheint am 05. Dezember.



Weiter machte Dan Hay, der Far Cry 5 vorführte. Der fünfte Teil der langlebigen Shooter-Reihe wird im Hope County im Bundesstaat Montana spielen. Ein verrückter Kult hat dort die Kontrolle über das County übernommen und es komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Nun versetzt es die Bewohner in Angst in Schrecken, doch einige der Bewohner lassen sich davon nicht unterkriegen und rebellieren gegen die Fanatiker. Die gezeigte Gameplay-Präsentation zeigte dabei allerdings nur in einigen Details Veränderungen. Der Hauptcharakter wird im fünften Teil von drei verschiedenen KI-Kameraden unterstützt. Grace Armstrong fungiert als eine Scharfschützin und nimmt Gegner aus sicherer Entfernung aufs Korn. Der Hund Boomer erinnert ein bisschen an Dogmeat aus der Fallout-Reihe, attckiert Gegner direkt und kann losgeschickt werden, um nach Waffen und Munition zu suchen. Der dritte vorgestellte KI-Kollege war Nick Rye, der mit seinem Flugzeug Luftunterstützung anbietet. Flugzeug ist übrigens ein gutes Stichwort, denn diese werden zum ersten Mal in der Reihe dem Spieler frei zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wurde ein Coop-Modus für den Titel bekannt geben, der Releasetermin blieb allerdings unbekannt.


Zum Abschluss setzte Ubisoft seine E3-Tradition fort, die Pressekonferenz mit einem großen Knall abzuschließen. Und mit diesem Knall hätte wohl niemand gerechnet, denn Ubisoft zeigte erstmals einen Trailer zur Fortsetzung ihres Kult-Klassikers Beyond Good & Evil. Der Nachfolger wird ein Prequel und damit vor den Ereignissen des ersten Teils spielen. Nähere Details und ein Releasedatum bleiben zwar weiterhin verschwiegen, dennoch sorgte die Ankündigung ganz schön für Furore.


Ubisoft muss man dieses Jahr wirklich Loben. Von allen Pressekonferenzen lieferte der französische Publisher mit Abstand die beste Präsentation.. Es gab wirklich keinen Grund zu meckern. Es waren eine Menge interessanter Titel dabei, man hat viele Infos bekommen und ein paar Überraschungen gab es auch. Chapeau Ubisoft.